Land Zauber - page 70

Der kleineKeks zum Glück
Jeder ist seines Glückes Schmied. Wir helfen unserem Glück auf die Sprünge
und backen unsere eigenen Glückskekse. So können wir Botschaften, Vorhersagen
und Weisheiten selbst gestalten und auf die Empfänger der Glücksbotschaften
zuschneiden – und wer sagt denn, dass dies weniger Glück bringt als gekaufte Kekse?
V O N M A R E N M O S T E R
Wie kommt der Zettel in den Keks?
Nach dem Rühren des Teiges wird dieser so dünn
wie möglich mit einem Esslöffel auf ein mit Back-
papier ausgelegtes Backblech gestrichen, in wenigen
Minuten gebacken und dann ist es Zeit für den
Zettel. Dieser wird, nachdem er mit einer Botschaft
versehen und zusammengefaltet wurde, auf den
noch heißen Minipfannkuchen gelegt. Gebäck
vorsichtig in der Mitte zusammenfalten und über
den Rand eines Glas hängen. So bekommt der
Glückskeks seine typische Form, die aussieht wie
ein geknickter Halbmond.
Stammen Glückskekse also aus
der Türkei?
Das ist sehr unwahrscheinlich, aber es gibt einige
Spekulationen. Es kursiert die Geschichte von einem
armen chinesischen Prinz, der der Tochter eines
mächtigen Herrschers Liebesbotschaften in geba-
ckenen Keksen zukommen ließ. Das klingt sehr
romantisch, doch diese Erklärung gehört ins Reich
der Sagen.
Haben die Asiaten das Schicksals-
gebäck erfunden?
Der Glückskeks, wie wir ihn heute kennen, wurde
wohl in Japan erfunden. Bereits 1878 stellte man in
Japan mit einer Art Waffeleisen hohle Kekse her und
» F Ü R D E N O P T I M I S T E N I S T D A S L E B E N
K E I N P R O B L E M , S O N D E R N B E R E I T S D I E
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