Land Zauber - page 124

schaft und man meint sich in einem
Märchenland wiederzufinden. Auf
uns wirkt so eine stimmungsvolle
Landschaft romantisch, für die Tiere
bedeutet es, sich jeder Situation
anzupassen. Wasservögel haben
mit dem nebelfeuchten Wetter kein
Problem, sie nehmen das Durch-
nässtwerden gelassen hin. Schwäne,
Enten und Gänse üben sich bei
diesem Wetter in stoischer Geduld.
Aber so wie sich der Nebel am
See binnen Minuten ändern kann,
wechselt auch die Stimmung.
Manchmal dümpeln die Wasser-
vögel als dunkle Silhouetten durch
den rotgoldenen Dunst, dann wieder
im zarten Gold- oder Silberlicht.
Wird das Licht heller, werden die
Nebelschwaden durchsichtiger,
beginnen zu zerfließen und geben
den Blick allmählich frei.
Zucker aus Eis
Über den Wiesen und in den Wäl-
dern der Ebene hält sich der zarte
Schleier oft bis zum Mittag. Nebel
ist Feuchtigkeit, erhält Moose und
Flechten am Leben und legt sich
wie ein glitzerndes Seidentuch aus
unzähligen Tautropfen über alles.
Mit dem Nebel kommen auch die
ersten Raureifnächte. Sie verzuckern
die Landschaft und man glaubt, die
Nebel zieht durch
den Fichtenwald.
Wildschwein-
Frischling
Fotos
Armin Hofmann / Naturfotograf Hofmann
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