zieht sie in tiefere Lagen. Es ist
Brunftzeit und Böcke jagen sich die
Hänge hinauf und hinunter. Sie sind
so beschäftigt, dass sie uns Wanderer
oft erst spät oder auch gar nicht
wahrnehmen. Mitunter ist der Nebel
so dicht, dass man kaum die Hand
vor Augen sieht und Gams wie
Mensch stehen sich dann auf einmal
überrascht in nur einiger Entfernung
gegenüber. Auch den Steinbock,
eigentlich ein Hochgebirgsspezialist,
zieht es gegen Ende des Herbstes
manchmal in die Waldregionen der
Berge, wo er urplötzlich hinter
verschleierten Bäumen auftauchen
kann. Einen herrlichen Anblick
bieten die Majestäten der Berge
auch im leichten Nebel, wenn sie
ihr dichtes Winterfell tragen und uns
noch wuchtiger erscheinen. Sche-
menhaft taucht plötzlich eine Silhou-
ette am Himmel auf. Ein Kolkrabe
gleitet im sicheren Flug durch den
Nebel. Allmählich lichten sich die
Nebel und der Morgenreif schmilzt
in der Sonne.
Bevor die Sonne über
den Bergen aufgeht.
Fotos
Armin Hofmann / Naturfotograf Hofmann
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Landzauber