Land Zauber - page 126

Letzte Vorbereitungen
für den Winter
Steigen die Nebel dann aus Wald
und Wiese, sehen die Tiere in dem
zarten Schleier aus wie gemalt.
Wildschwein, Reh, Braunbär und
Vögel sind mitten im großen Fressen,
um gut über den Winter zu kom-
men. Noch gibt es im Wald so eini-
ges zu finden. Pilze, Eicheln und
Bucheckern wie auch wildes Obst.
Während das Schwarzwild den
Winter draußen in den Wäldern
verbringt, ziehen sich die Braunbären
langsam in ihre Höhlen zurück. Sie
sind schon mit der Innenausstattung
fertig und haben ihre Ruhestätte
mollig warm mit trockenem Gras
und Blättern ausgepolstert. Sie halten
eine Winterruhe, nur ab und zu
wird mal die Nase herausgestreckt,
ob sie etwas Fressbares mit ihrem
herausragenden Geruchsinn er-
schnüffeln. Ein weiterer kleiner Jäger,
das weiß umgefärbte Hermelin,
nutzt die ruhigen Morgenstunden,
um auf Beutejagd zu gehen. Nebel
und Reif sind eine gute Tarnung
für den flinken Mäuseschreck, der
mühelos in alle Löcher auf der
Waldwiese schlüpfen kann. Die
Mäuse müssen sich nun in Acht
nehmen, denn auch sie haben nur
Augen für das Futtersammeln.
Bergnebel
Im Gebirge ist schon der erste Schnee
gefallen und die Berggipfel tragen
weiße Kappen. Das Tal liegt noch
verborgen unter einer Wattewolken-
schicht, als rot die Morgensonne
über den Horizont emporsteigt. Sie
taucht die Nebelstimmung in ein
zauberhaftes, rotgoldenes Licht und
legt ein fast geheimnisvolles Leuch-
ten über die Gebirgslandschaft.
Dann kommt Wind auf. Er treibt die
Nebelwolken auseinander, zerreißt
sie und gleich tanzenden Feen
treiben einzelne Schwaden in die
Höhe. Ein Kletterkünstler, die Gams,
fühlt sich immer noch wohl in ihrem
steinigen Revier, denn die ersten
Schneefälle machen ihr nichts aus.
Erst wenn der Schnee sehr tief ist,
Rothirsch
Fotos
Armin Hofmann / Naturfotograf Hofmann
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Landzauber
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