V O N M A R E N M O S T E R
W
enn in einem abgelegenen Schwarzwaldtal
an einem Wildbach in der Abenddämme-
rung der Nebel langsam hochsteigt, kann
man sich gut in das Reich der Geister und
Mythen versetzen. Dann sieht man es deutlich vor einer
Hütte am Waldrand sitzen – das Glasmännlein, das einem
drei Wünsche erfüllt, während zwischen dunklen Tannen
der unheimliche Holländer-Michel erscheint, der alles
Glück der Welt verspricht.
Im Hauff-Museum
»Wilhelm Hauff fand in unserer Region die Inspiration zu
seinem lebensnahen Märchen. Es ist in unserer Gesell-
schaft immer noch so aktuell wie damals«, sagt Otto Züfle,
Leiter des Museums in Baiersbronn und Mitglied des
Heimat- und Kulturvereins. Er erzählt davon, wie Hauff
vermutlich um 1817 nach Baiersbronn-Schwarzenberg
kam, weil er seinen Cousin besuchen wollte, seinerzeit
Pfarrer in der Gemeinde. Von ihm hörte er wohl Ein-
drückliches über die mystische Welt der Schwarzwald-
legenden. Hier begegnete ihm auch der reiche Johann
Georg Klumpp, genannt »Hunderttausend-Gulden-
Klumpp«. Er war Inspiration für die Gestalt des bösen
Holländer-Michel. Hauffs zeitloses Märchen besticht
vor allem durch den Realismus, mit dem es von den
typischen Berufen der Schwarzwaldbewohner und der
Geisteshaltung der Menschen dieser Zeit erzählt.
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Landzauber